Du und ich

Manchmal lügst du mich an, weil du denkst, dass ich eh lieber glaub, was ich will, anstatt das, was ich seh.
Und ich glaub dir.
Einfach nur, um es dir leichter zu machen. Und lass mich freiwillig als naiv betrachten. Und ich weiß, da sollte ich konsequent sein und auf die Wahrheit bestehen. Doch ich weiß auch: wirft man den ersten Stein, schlägt der leicht auch mal im eigenen Glashaus ein.
Und ich beschließe, dich halb zu verstehen.
Nur mein Kopf dreht mir einen Strick darauf und mein Herz, das lacht mich 3 Schläge lang aus. Meine Füße behaupten, dass wir im Kreis laufen und mein Bauch sagt, ich würde meine Seele verkaufen.
Oft magst du mich nicht, weil ich dich kritisiere und die gleichen Probleme immer neu diskutiere.
Und du gehst in eine Bar und ich knall mit einer Tür und irgendwie schämen wir uns beide dafür. Und ich weiß, da wär es toll einfach cool zu bleiben und über die eigenen Fehler zu lachen. Doch oft hilft die Erregung Texte zu schreiben oder Versöhnungs-Sex ganz exzessiv zu betreiben und das sind beides Dinge, die wir gerne machen.
Nur mein Kopf schüttelt sich und zählt meine Tassen und mein Herz sagt, es denkt darüber nach sich spenden zu lassen. Meine Füße gehen in die Stadt, um meinen Therapeuten zu sprechen und mein Bauch droht allen Ernstes mit mir zu brechen.
Und du kommst nicht zurück.
Und ich mache mir Sorgen.
Und ich mache die Nacht durch und es dämmert der Morgen und irgendwann schlaf ich dann aufm Sofa ein und wenn ich aufwach bist du noch immer nicht mein.
Und ich weiß, da könnte ich traurig werden, oder auch wütend, da sind die Menschen ja verschieden. Doch hätten wir nicht diese kleinen Beschwerden, Fehler, sich dran zu reiben, Blitzableiter, die erden, woher wüssten wir dann, dass wir uns lieben?
Und deshalb werde ich meinen Kopf tief in den Sandkasten stecken und mein Herz freiwillig mit Narben bedecken. Von meinem Bauch lass ich mir keine Befehle geben. Ich nehm meine Füße in die Hand und komm dir zwei Schritt entgegen.
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