Ich möchte all diese Dinge mit dir tun.“ Das war es, was du sagtest, als ich in deiner Küche stand und Tee kochte, während der Regen gegen das Fenster schlug und der Himmel immer grauer und bedrohlicher wurde. Ich habe deine Küche vom ersten Augenblick an geliebt. Sie war winzig und roch nach Basilikum, das Geschirr und an der Wand der Kalender, in dem ich mich verewigt hatte. „All diese Dinge?“, habe ich gefragt und mich ein wenig gestreckt, um an die Dose mit Zucker im oberen Regalfach zu kommen. Du standest plötzlich hinter mir, legtest eine Hand auf meine Hüfte und griffest über meinen Kopf hinweg, um die Dose für mich aus dem Schrank zu nehmen. „Alles eben. Essen gehen oder tanzen, stundenlang in Buchhandlungen stöbern, nach dem einen richtigen Buch, das ich dir abends vorlesen kann. In jede Kinoabendvorstellung gehen, um am Ende des Jahres den schlechtesten Film zu küren. Kochen. Gleichzeitig das Haus verlassen, dich auf der Straße küssen, wenn wir gemeinsam auf den Bus warteten. All diese Dinge machen ohne dich keinen Spaß. Weil ich weiß, wie sie sich mit dir anfühlen würden.“

Du standest immer noch hinter mir und ich lehnte mich gegen dich, schloß die Augen und nickte. Das reichte. Du wusstest, dass auch ich all das wollte. Dass wir das Gleiche wollten. Dass ich vor allem wollte, dass das Verpassen endlich aufhörte. Diese Momente, in denen man realisiert, dass sein Gegenüber plötzlich einen neuen Pullover trägt, der irgendeine Geschichte zu haben scheint, in der man nicht auftritt. Eine Geschichte, in der man hätte auftreten können undsollen. Das einzige, was einem übrig bleibt, ist es, sich die Geschichte anzuhören und zu verdrängen, wie es gewesen wäre, dabei zu sein. Sich einzureden, dass es doch langweilig wäre, eines dieser Paare zu sein, die all ihre Geschichten miteinander erleben und den Anrufbeantworter wechselseitig besprechen.

Und gleichzeitig weiß ich, dass es mich vielleicht sogar stören würde, genau so ein Paar zu sein, denn dann hätte ich nicht mehr das Leben, das ich jetzt gerade habe und die spannenden, atemraubenden Momente, wenn du in mein Blickfeld trittst,wären verschwunden, wie Federn, die der Wind davon trägt. Und auch wenn ich nicht weiß, wieso deine Spaghetti die Besten sind und ich deine Musik am Liebsten höre und in deinem Bett am liebsten einschlafe und neben dir am Liebsten aufwache und deine Grübchen am Liebsten sehe und deinen Duft am Liebsten rieche. Ich würde all das vielleicht nicht zu schätzen wissen, wenn wir all diese Dinge hätten.


Und somit kann ich nichts weiter tun, als deine Musik zu hören, mich nachts an deinen Pullover zu drücken und 4 mal die Woche zu versuchen, meine Spaghettis deinen anzunähern.




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