Klein

Ich hab deinen Pullover an.
Wie jeden Abend, wie jede Nacht, seitdem ich ihn besitze.
Ein schönes Gefühl, wenn du mich trotzdem warm hältst, auch wenn du nicht da bist.
-Ja, ich finde es auch schön.
Ich trage ihn schon ein paar Tage und so langsam riecht er nach mir und nicht mehr nach dir.
Ich muss ihn dir wiedergeben, du musst ihn einmal tragen oder ich nehm mir einen Neuen, welcher dann nach dir riecht.
Wenn ich ihn trage, bist du nicht so ganz so weit weg, wie ich manchmal glaube.
Wirklich, ich vermisse dich ein bisschen.
Ich dachte immer, dass ich weiß wie es ist, wenn man jemanden vermisst.
Aber in den letzten Tagen, Wochen hab ich festgestellt, ich weiß es erst jetzt.
Der Abend war schön, eigentlich schöner, als all die anderen Abende zuvor. Wirklich, ich habe es sehr genossen, mit dir gesehen zu werden, "dein Mädchen" zu sein, ganz öffentlich und real.
Du vor mir.
Ich vor dir.
Du fasst mich an. Immer.
Aber es ist nicht dieses feste, grobe Anfassen.
Es ist das leichte, sanfte berühren. Ein Kuss, mal kurz, mal lang, mal länger.
Diese Berührungen, die einen schon allein beim Gedanke daran verrückt werden lassen.
Ich dachte fast nicht, dass es das gibt.
Streich mir nochmal meine Haare aus dem Gesicht.

Küss mich viel öfter auf die Stirn, als du es sowieso schon tust.
Lass mich immer und immer wieder so aufwachen.
Und sag mir nochmal, dass du mich ungeduscht und mit sichtlichen Stunden Schlaf im Mangel immer noch hübsch findest.
Es gibt Worte, die liegen mir oft auf der Zunge.
Vermissen, lieben, große Wörter.
Aber ein wenig warte ich noch.
Weil sowas wie du, hat bei mir noch nie jemand geschafft.

Und wenn das Christkind nochmal fragt, ob es mir auch wirklich alle Wünsche erfüllt hat, werde ich undankbar sagen, dass es nicht der Schmuck, die Schuhe, die Kleider sind, die mich glücklich machen.
Es sind die Kleinigkeiten, die alles perfekt machen.
Und meine Kleinigkeit, die bist du.

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