Du bist schöner, als der Geruch nach einem Regenschauer und die reine Luft, die der Schauer mit sich gebracht hat. Und schöner als der Regenschauer bist du allemal, selbst wenn aus deinen Augen Sturzbäche aus Regengüssen ihren Weg die Regenrinne zum Boden suchen.

Du bist schöner als die ersten Sonnenstrahlen, die einen am Morgen über dem Fensterrand begegnen und durch wabernde Wattewolken ihren Weg zu mir suchen. Und schöner als die Sonne bist du allemal, wenn auch nicht ganz so heiß, aber heiß genug, dass ich mir meine Fingerspitzen an dir verbrenne, wenn ich es nur wage, dir zu nahe zu kommen.

Du bist schöner als Eiskrem, die einen an einem Sommertag abkühlt und sich süß über die Zunge legt, jedem Kind ein Lächeln auf die Lippen zaubert und uns kurz inne halten lässt, damit wir den Geschmack einfach nur genießen können. Und schöner, als dieser Geschmack bist du allemal, weil du mich auch inne halten lässt, obwohl ich dich nicht schmecke oder riechen kann.

Und das Schlimme ist, dass du es nicht weißt und es nicht wahr haben willst, wenn man mit wohlgewählten Worten dir die Wahrheit näher bringen will. Dann versteckst und verkriechst du dich, machst dich ganz klein vor der Welt und könntest doch so groß sein. Könntest Herzen erobern und brechen, wie du willst. Könntest Bäume pflanzen und ausreißen, wenn sie dir in der Sonne stehen. Könntest Menschen glücklich machen, oder tot unglücklich, wie du gerade Laune hast.

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