Das mit dem Fick dich habt ihr gesagt.
„Fick dich“ denke ich mir, als ich dir so ins Gesicht
sehe. „Fick dich“ denke ich mir, als du beginnst mich auszuziehen und all das
doch nur, weil ich dir einmal zugezwinkert habe. Hat dich das jetzt etwas so
erfüllt, dass du jetzt gar nichts anderes mehr machen willst, als über mich zu
reden, an mich zu denken und mit mir Essen gehen zu wollen? Ich hab einen Kilo
Hack und ein Kilo Zwiebeln mitgebracht und ich denk mir einfach nur „Fick
dich“…ich kann nicht so viele Zwiebeln essen. Aber schon okay. Ich weiß noch,
wie es früher war, als ich alleine durch den Wald gehen konnte, weil ich zu
uninteressant war. Ich weiß noch, wie es früher war, als ich einfach nur
alleine über Wiesen und Felder springen konnte, ohne mich umzusehen. Und jetzt?
Jetzt machst du eigentlich die Selben Schritte wie ich und ich denke, du läufst
schon fast in meinen Schuhen. Während ich lieblich mit einer Blume im Garten
kuschle, werd ich ganz verrückt und schaue unter ihr Blattkleid. Und du stehst
hinter mir und ziehst an meinen Klamotten. Schaust mich verdutzt an und sagt
einfach nur „I just can’t get enough“. Ich schaue weg. Ich schaue weg. Werfe
meinen Kopf Topmodelmäßig nach vorne und zur Seite und sage „Fick dich“ und das
sind die Momente, in denen ich mich eigentlich frage, was überhaupt mit uns los
ist. Haben wir uns selbst zu wenig lieb, dass wir uns ständig wo anders Liebe
suchen müssen? Oder haben wir uns einfach nur an uns selbst satt gesehen?
Nachdenklich siehst du aus, als dir eine Träne über die Wange läuft und du all
das auf den Knien vor mir sagst. Du so: „Und, was jetzt?“ und ich so „Fick
dich“ und wir beide wissen, dass wir uns im Kreis drehen und eigentlich nur auf
der Suche nach einem Hammer sind, mit dem wir uns die Köpfe einschlagen können.
Doch du wirst nur dastehen und jetzt verstehst du noch nicht einmal, dass du
solche Gedanken in dir trägst, sondern nur abwägst, was jetzt schöner ist. Die
Tränen, die dein Top langsam durchnässen oder die Tatsache, dass ich mich schon
selbst ausgezogen habe, während wir all die Gedanken hatten. Und jetzt lieg ich
da so im Feld. Nackt vor dir und du siehst mich an. Ziehst deine Hose wieder
hoch und ich schaue dich entgeistert an, weil du doch nun hast, was du
eigentlich immer wolltest. Und du so „Fick dich“ und auf einmal steht mein Gewissen
in vielen Personen hinter dir und sagt, dass wir nicht im Streit auseinander
gehen wollen. Und ich schaue ihr ins Gesicht und sage: „Das mit dem „Fick dich“ habt ihr gesagt.
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